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Wie alle karibischen Inseln vulkanischen Ursprungs besteht Martinique aus zwei gegensätzlichen Seiten: die regenreichere, von üppig wuchernder Tropenvegetation bedeckte Ostseite am Atlantik für abgeschiedenes Touristendasein und die trockenere, karibische Westseite mit feinsandigen Stränden und quirligem touristischem Umtrieb. Dazwischen liegt eine die Insel zum größten Teil in Längsrichtung durchziehende Gebirgskette. In Martinique kommt noch ein Nord-Süd-Kontrast hinzu. Der wesentlich ältere, vor etwa 50 Millionen Jahren entstandene hügelige Süden weist kaum noch erkennbare verwitterte und abgeflachte Vulkanhügel auf. In den Küstengegenden, vor allem auf der Halbinsel La Caravelle an der Ostküste und an der Südspitze bei Sainte-Anne hingegen überwiegt Korallenboden. Dem steht der zumeist gebirgige Norden mit den höchsten Erhebungen des Vulkanberges Pelee (1397 m) und den Doppelkegeln Pitons (1120 in und 1196 m) gegenüber. Wälder (44% der Landfläche) mit Baumfarnen und Mahagonibäumen, Weiden, Bananen- und Ananaspflanzungen bedecken hier die fruchtbare Vulkanerde, und zahlreiche Flüsse durchziehen die tiefen Taleinschnitte. Der mittlere Teil besteht weitgehend aus einer von Küste zu Küste reichenden Ebene mit großflächig angelegten Zuckerrohrpflanzungen. In der Trockenzeit nimmt sie savannenartige Züge an. Als Kolumbus 1502 die Insel betrat, schrieb er voller Begeisterung: »Dies ist der schönste, fruchtbarste, lieblichste, ebenmäßigste und bezauberndste Landstrich der Welt. Meine Augen können sich an diesem grünen Teppich nicht sattsehen.«