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Das an einer ruhigen Bucht mit Sandstrand gelegene Fischerdorf Les Anses-d'Arlets (3 km) ist ein beliebter Ausflugsort der Foyalais. Alte Kolonialhäuser bestimmen das Straßenbild. Vor dem Ort biegt die D 7 in östlicher Richtung nach Le Diamant ab. Wir bleiben jedoch auf der überwiegend an der Küste entlangführenden D 37 mit schönen Ausblicken auf das Meer. Von einem markierten Aussichtspunkt blickt man plötzlich auf den 2 km vor der Küste aus dem Meer aufsteigenden Rocher Le Diamant, der einstmals heftig umkämpft war. Seine scharfzackigen Wände geben dem Felsen das Aussehen eines Rohedelsteins. Von der mächtigen Festung der Engländer, die sich hier während der Napoleonischen Kriege festgesetzt und anderthalb Jahre lang eine Garnison von 200 Mann auf diesem unwirtlichen Felsen stationiert hatten, sind nur spärliche Ruinen verblieben. Heute ist der Felsen ein Refugium für Seevögel.
Vor dem Ort Le Diamant (10 km) zieht sich ein 4 kin langer Strand hin, einer der schönsten von Martinique. Direkt an der Hauptstraße liegt ein monumentaler Friedhof, auf dessen Gräbern verglaste kleine Häuschen stehen. Hinter Diamant stoßen wir wieder auf die D 7, die nach 11 km in die N 5 einmündet. Ausgedehnte Zuckerrohrpflanzungen säumen wieder die Straße, nachdem wir lange Zeit durch trockene, nur für Viehzucht geeignete Landstriche gefahren sind. In der rechts in Sichtweite liegenden Destillerie Trois-Rivieres wird eine der besten Rumarten produziert (Besichtigung möglich). Saint-Luce (6 km) mit seinen modernen Wohnsiedlungen bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Im Fora de Montravail, der inseleinwärts über die D 17 zu erreichen ist, sind Felszeichnungen der Kariben zu sehen. Statt über die Gebirgsstraße D 18 nach Riviere-Pilote (6 km) zu fahren, steuern wir diesen wegen seiner Rumfabrik (Besichtigung Mo—Fr um 10, 11, 12.30, 14 und 15 Uhr) bekannten Ort über die Schnellstraße an. Weiter auf der N 5 geht es an einer schönen Bucht entlang nach Le Marin (7 km) und über die D 9 Richtung Süden nach Sainte-Anne (8 km). Wir befinden uns hier im südlichsten Teil der Insel. Der Ort mit einer der schönsten, 1766 erbauten Kirchen Martiniques erinnert in seiner Anlage an ein südfranzösisches Dorf. In Sainte-Anne hat sich auch die Töpferkunst der Kariben erhalten. Die hier hergestellten Gefäße werden Canaris genannt.
Auf der Halbinsel mit der Pointe des Boucaniers hat der Club M&1ierranee eines seiner schönsten Feriendörfer. Das Restaurant steht nach Voranmeldung (Tel. 76 72 72) auch Nichtmitgliedern offen. Lohnend ist auch ein kurzer Besuch des Manoir de Beauregard am südöstlichen Ortsausgang von Sainte-Anne. Der in ein Hotel umgewandelte Kolonialbesitz aus dem 18. Jh. enthält noch das alte Mobiliar.